Wie Sie einfach ins Gespräch kommen

Wenn Sie auf einen fremden Menschen treffen, entscheiden Sie innerhalb von wenigen Sekunden, ob Sie ein Gespräch beginnen möchten oder nicht. Wenn Sie dabei zu lange darüber nachdenken, welche Worte Sie jetzt einsetzen sollen, ist es meist schon zu spät. Dann nämlich macht Ihr Unterbewusstsein einen Rückzieher und Sie blockieren innerlich.

Überlegen Sie also nicht zu lange, was Sie sagen wollen. Lassen Sie den Worten freien Lauf oder bereiten dich besser auf solche Situationen vor. Mit der richtigen Vorbereitung überlassen Sie nichts dem Zufall. Das gibt Ihnen Sicherheit und gilt vor allen Dingen für jene, die von Natur aus zurückhaltender sind.

Eine gute Vorbereitung ist der halbe Erfolg. Insbesondere wenn Sie beruflich viel mit Menschen zu tun haben, im Verkauf oder in der Beratung beispielsweise.

Wie bereite ich mich idealerweise auf den Small Talk vor?

Fühlen Sie sich mental in die jeweilige Situation hinein, die Sie erwartet. Wohin werden Sie sich heute begeben und was genau ist Ihre Rolle? Malen Sie sich gedanklich genau aus, wie der Raum aussehen wird, wie Sie gekleidet sind, welche Personen vor Ort sind, wie die Atmosphäre ist usw. Je detaillierter Sie die Situation visualisieren, desto besser ist hinterher das Ergebnis.

Sehen Sie sich wie in einem Film. Wie gehen Sie auf wen zu? Mit wem reden Sie? Halten Sie sich die Bilder vor Augen, die den perfekten Ablauf der Situation zeigen. Spüren Sie, wie Ihnen Ihr Gegenüber die Hand schüttelt, sich vorstellt und dann das Gespräch völlig locker und ungezwungen beginnt. Freuen Sie sich über die Situation und darüber, dass alles so wunderbar klappt.

Fühlen Sie auch die Heiterkeit und wie wohl Sie sich in Ihrer Haut fühlen. Keine Anzeichen von Anspannung oder Stress. Im Gegenteil, Sie genießen förmlich die Situation!

Bereiten Sie sich anschließend einige Themen vor. Welche Leute werden vor Ort sein und welche Themen könnten interessant sein? Zu welchem Milieu gehören diese Menschen und mit welchen spannenden Geschichten könnten Sie punkten?

Legen Sie sich das passende Outfit zu und passen Sie sich der jeweiligen Situation optisch an. Kleider machen Leute. Nicht zu auffällig, lieber leicht dezent. Und dann geht’s auch schon gut vorbereitet los …

Sie treffen auf Ihren Gesprächspartner. Unbewusst werden Sie ihn binnen weniger Sekunden mustern. Sie fällen also ein erstes Urteil. Und umgekehrt geschieht natürlich genau das gleiche! Auch Sie wird man schnell einschätzen. So entsteht der erste Eindruck. Stellen jetzt die Weichen für den guten Verlauf des Gespräches.

Treten Sie ohne zu zögern und ohne durch Links- oder Rechtsgucken vor zu Ihrem Ziel – dem Gesprächspartner. Beginnen Sie mit einer freundlichen Begrüßung „Hallo, ich bin …“ und einer in der Vorbereitung ausgedachten kurzen Frage. Reichen Sie Ihrem Gegenüber die Hand, ein fester Händedruck zeugt von Selbstsicherheit – aber bitte nicht zu fest! Halten Sie den Blickkontakt während 2 – 3 Sekunden und lächeln Sie!

Merken Sie sich unbedingt seinen Namen, falls Sie Ihren Gesprächspartner noch nicht persönlich kennen. Es wäre zu peinlich, wenn Ihnen der Name am Schluss des Gespräches nicht mehr einfallen würde. Sie hinterlässen immer dann einen starken Eindruck, wenn Sie einen fremden Gast auf einer Feier einige Stunden nach dem Small Talk noch einmal mit seinem Namen ansprechen.

Wichtig im Gespräch: Die Körpersprache

Wenden Sie sich Ihrem Gesprächspartner immer mit der Vorderseite Ihres Körpers zu. Schauen Sie ihn nicht von der Seite an und verdrehen Sie nicht Ihren Hals. Korrekte Körpersprache bedeutet: Ich sehe meinem Gegenüber mit vollem Körper ins Gesicht. Starre ihn aber nicht die ganze Zeit über an. Augenkontakt ist wichtig, das hat aber nichts mit anstarren zu tun.

Das Gespräch beginnt im besten Fall mit Ihrer Vorstellung „Hallo, ich bin …“ und einer kleinen Frage, die zum jeweiligen Anlass passt. Beispiel: „Darf ich mich kurz zu Ihnen gesellen?“ oder „Sind Sie heute auch zum ersten Mal hier?“

Und dann ergibt sich das Gespräch. Reden können Sie beispielsweise über angenehme Erlebnisse, schöne Erinnerungen oder eigene Erfahrungen. Gern gesehen sind auch kleinere Missgeschicke, die Sie mit Humor ummalen. Versuchen Sie ein gemeinsames Thema zu finden, über das Sie sich ungehemmt unterhalten können.

Unterhalten Sie sich über gmeinsame Interessen und meiden Sie Differenzen. Gebrauchen Sie im Gespräch immer mal wieder den Namen Ihres Gesprächspartners. Das schafft Vertrauen und gibt dem Small Talk eine persönliche Note. Vermeiden Sie tiefgründige Diskussionen.

Allgemein gilt: der Small Talk ist ein ungezwungenes Gespräch. Demnach müssen die Themen auch nicht immer anspruchsvoll sein. Machen Sie sich das Leben nicht zu schwer. Denken Sie einfach an den Tag zurück und was Sie heute alles erlebt haben. Das sind bereits wunderbare Eindrücke für einen Small Talk.

In der Regel reichen 4 bis 5 Minuten bereits aus, um einen Menschen so weit kennenzulernen, dass wir entscheiden können, ob sich eine Fortsetzung der Bekanntschaft lohnt oder nicht. Der Small Talk dient zum Kennenlernen. Es geht also nicht darum, während einer Veranstaltung den ganzen Abend bei ein und demselben Gesprächspartner stehen zu bleiben.

Wenn Sie sich elegant aus einem Gespräch verabschieden möchten, stellen Sie Ihren Gesprächspartner doch jemand anderem vor. So können Sie sich ohne negativ aufzufallen aus dem Gespräch zurückziehen.

Oder aber Sie beeden ein Gespräch mit der ehrlichen Variante „Entschuldigen Sie bitte dass ich an dieser Stelle unterbrechen muss. Aber ich hatte mir vorgenommen, unbedingt noch Herrn Meier von der Firma XYZ kennenzulernen.“ Bedanken Sie sich für das angenehme Gespräch und verabschieden Sie sich.

Üben Sie sich täglich im Small Talk. Nur so werden Sie Ihre Fertigkeiten verbessern und sich immer sicherer fühlen.

Die Kunst, die es zu erlernen gilt ist, das Gespräch ungezwungen aufrechtzuerhalten. Das scheint nicht immer so leicht, denn schnell wird die Konversation sehr einseitig, wenn nur einer redet. Wenn man das Gefühl hat, dass der Gesprächspartner etwas verschlossen wirkt und nur man selbst derjenige ist, der etwas sagt. Dann hilft vor allem Fragen stellen – mit unverfänglichen, aber gezielten Fragen erreicht man beim Small Talk sehr viel.

Wichtig ist jedoch, dass man Themen wie Religion, Politik, Finanzen – eben heikle Themen, bei denen gern und schnell diskutiert wird – außen vor lässt. Die Fragen, die Sie im Small Talk stellen, sollten interessiert klingen, d.h. Ihren Gesprächspartner betreffen. Denn die meisten Menschen wissen es zu schätzen, wenn sich jemand aufrichtig für sie interessiert. Stellen Sie interessierte, offene Fragen, die nicht einfach nur mit Ja oder Nein beantwortet werden können.

Die richtigen Fragen für den Small Talk zu finden, ist gar nicht so schwer. Im Büro lässt es sich natürlich hervorragend über die Arbeit philosophieren, Fragen über die Arbeit, die Urlaubspläne, das Wetter, das Essen in der Kantine oder darüber, ob sich der Gesprächspartner wohl auf seinen nächsten freien Tag freut, sind auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, den Small Talk aufrecht zu erhalten und Gesprächsthemen zu finden, bei denen man leicht mitreden kann.

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