Wenn Small Talk schwer fällt

Sie tun sich manchmal etwas schwer mit Small Talk? Kommen auf Veranstaltungen nur mühsam ins Gespräch mit Menschen, die Sie nicht kennen? Dem wollen wir heute Abhilfe schaffen.

Ich habe mein Kommunikationstalent auch erst über lange Zeit aufbauen müssen. Anfangs wollte es mir einfach nicht gelingen, locker und unbeschwert mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen. Nur Übung macht den Meister.

Problem Nummer 1: unsere Gedanken.

Wenn ich mich in einer Situation fremden Menschen gegenüber sah, mit denen ich ins Gepräch kommen wollte, begann es in meinem Kopf ganz schnell zu drehen. Was soll ich jetzt sagen? Wie stelle ich mir vor? Und wie geht es dann weiter?

Unbewusst legte ich mir die passenden Worte für den Gesprächseinstieg zurecht. Aber je länger ich darüber nachdachte, versuchte ich auch ganz schnell diese Worte wieder zu verbessern. Und so grübelte ich mehrere Minuten lang über den perfekten Gesprächseinstieg nach. Der Nebeneffekt: ich wurde sichtlich nervös!

Genau dieses Gedankenkarussell verhindert unser natürliches Verhalten und macht es uns letztendlich auch so schwer, den ersten Schritt zu wagen. Daher mein Tipp: Blenden Sie in Zukunft all Ihre Gedanken aus. Versuchen Sie Ihre Worte nicht zu verbessern, die Sie bei der Kontaktaufnahme aussprechen möchten. Gehen Sie sofort auf die Person zu und legen Sie los! Tun Sie dies innerhalb der ersten Sekunden, bevor Ihre Gedanken Sie blockieren.

Ich weiß, das ist schwer. Und es erfordert ein bisschen Mut. Aber nach einer Weile bekommen Sie Übung und gewinnen ganz schnell an Selbstsicherheit.

Machen Sie es sich auch zur Gewohnheit, zum Gesprächseinstig immer die gleichen Worte zu wählen. Was bestens funktioniert ist „Hallo, ich bin (Name)“ gefolgt von einer Frage passend zum Anlass. Nicht mehr und nicht weniger.

Auf einer Geburtstagsfeier könnte das so aussehen: „Hallo, ich bin Peter. Woher kennen Sie den (Namen des Gastgebers) denn?“ oder „Mir ist aufgefallen, dass Sie schon eine ganze Weile alleine hier stehen? Darf ich ihnen vielleicht Gesellschaft leisten?“

Seien Sie sich bewusst, dass es vielen Menschen ähnlich geht wie Ihnen. Sie würden sich über nette Gesellschaft freuen. Wenn Sie nun den ersten Schritt wagen und einen Small Talk beginnen, machen Sie immer auch einen anderen Menschen glücklich. Denn alleine rumstehen ist keinem angenehm.

Wichtig ist, wirklich innerhalb von Sekunden zu handeln und sofort die Initiative ergreifen. Wenn Sie zu lange warten, werden Ihre Gedanken versuchen, Sie von diesem Schritt abzuhalten.

Haben Sie die erste Hürde erst einmal genommen gilt es aufmerksam zu sein und auf die Antwort zu achten. Darauf baut sich der weitere Gesprächsverlauf auf.

„Ja gerne, ich bin Leonie, die Kollegin von Marcel (Gastgeber)“. Und schon sind Sie beim Thema Beruf. Ein klassisches Small Talk Thema, über das es viel zu reden gibt. „Ach, dann arbeiten Sie also auch bei XY? Was genau machen Sie denn da?“

Achten Sie immer auf das Gesagte und verlieren Sie nicht den Faden! Lassen Sie sich nicht ablenken. Daraus ergibt sich der weitere Verlauf des Gesprächs. Stellen Sie sich Small Talk wie ein Tennis-Match vor. Mit Ihrer Frage haben Sie den Ball hin zu Ihrem Gesprächspartner gespielt. Die Antwort folgt prompt und der Ball kommt wieder zu Ihnen zurück. Es ist der am Zug mit Reden, der gerade den Ball hat. Achten Sie darauf, dass der Ball sich immer ausgeglichen hin und her bewegt.

Sie werden mit der Zeit immer mehr Freude am Small Talk haben, da Sie Ihr Kommunikationstalent mit jedem Gespräch automatisch verbessern. Es macht Spaß, neue Leute, neue Ansichten und Meinungen kennenzulernen.

Behalten Sie stets ein freundliches Lächeln in Ihrem Gesicht und sehen Sie Ihrem Gesprächspartner in die Augen, während Sie reden. Bleiben Sie aufmerksam und achten Sie darauf, dass Ihre Gedanken nicht abschweifen. Konzentrieren Sie sich auf das Gesagte und blenden Sie alles andere aus. Wenden Sie sich mit Ihrem Körper immer dem anderen zu. Stellen Sie sich nicht seitwärts zu ihm und wahren Sie immer eine Distanz von 1 bis 1,5 Metern (Komfortzone). So wirken Sie sympathisch und hinterlassen und man wird sich wohl in Ihrer Gesellschaft fühlen.

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